„Erfolglose“ Eine-Welt-Arbeit


Wir danken Dir für die Zeit unseres Lebens,
für die Jahre, in denen Deine Schöpfung uns anvertraut ist,
für das Vorrecht,
Dein Wort der Liebe und der Gerechtigkeit weitersagen zu können
an unsere Zeitgenossinnen und Zeitgenossen.

Weil allein die Wahrheit uns freimachen kann,
bekennen wir Dir unser gemeinsames Versagen,
der Gerechtigkeit, dem Frieden
und der Bewahrung der Schöpfung den Weg zu bereiten.
In den verflossenen Jahrzehnten
sind wir ärmer geworden
an Hoffnung, an Mut, an Glauben,
an Kraft, gegen den Strom zu schwimmen.

Aber so, wie Jesus den versinkenden Petrus festhielt,
so erbitten wir es auch für uns, für jede und jeden,
für unsere Gemeinde, für die Kirche in allen Völkern
und die politischen und sozialen Gemeinschaften,
denen wir angehören:

Lass nicht zu, dass wir Menschen endgültig
an uns selber scheitern,
dass wir unseren Kindern und ihren Mitgeschöpfen
die Zukunft verwehren, die Du ihnen zugedacht hast.

Dein Geist entzünde in uns die Begeisterung
für das, was wirklich zählt und was uns glücklich machen kann:
das geteilte Brot, der Friede
als Frucht der Gerechtigkeit
und die Geborgenheit unter dem Baum des Lebens.

Nimm uns an die Hand
bei den zögernden Schritten vom Reden zum Tun,
damit die Entmutigten, die Entrechteten, die Zerbrochenen,
die Opfer der Kriege und der Zerstörung der Schöpfung
Lichter der Hoffnung erblicken
und sich aufrichten zu der Menschenwürde,
die Du uns beigelegt hast am ersten Tag der Schöpfung.

Schicke uns von neuem hinaus,
so, wie die müden Fischer,
die die ganze Nacht geschuftet hatten – ohne Erfolg –
und die doch der Stimme Jesu folgten,
als er sie noch einmal hinausschickte zum großen Fang.