Harald Rohr 20. Februar 1940 – 12. Januar 2016

Taubenfisch

Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde
nach seiner Verheißung,
in denen Gerechtigkeit wohnt.

(2. Petrus 3:13)

Harald Rohr
20.02.1940 – 12.01.2016
Pfarrer i.R.

Mit großer Traurigkeit nehmen wir Abschied von Harald Rohr.

Für die Familie war er ein zärtlicher Vater, Großvater, Ehemann – und für die
Menschen, die ihm begegnet sind, ein guter Zuhörer und Ratgeber.

Wir sind dankbar, dass wir ihn erleben durften mit seinem großen Herzen,
seinem Humor, seiner Liebe zur Schöpfung, seinem lebenslangen beherzten
Kampf für Menschenrechte.

Er ist jetzt dort, wo das Leben herkommt und wohin wir alle gehen.
Wir können ihn gar nicht verlieren.

Seine Frau Karin,
die Söhne Friedemann, Johannes, David und Martin,
die Schwiegertöchter Rita, Heike, Alexandra und Uta,
die Enkel Milan, Silvan, Mateo, David und Jakob.

Ein Dank- und Abschiedsgottesdienst findet am 21.1.2016 um 17:00 in der
Kreuzkirche Herne statt. Das anschließende Beisammensein gibt Gelegenheit
zum Erinnern.

Die Beerdigung wird am 22.1.2016 um 9:00 auf dem Ostfriedhof in Dortmund-
Körne, Robert-Koch-Straße stattfinden.

Statt Kränzen und Blumen bitten wir um eine Spende für „Brot für die Welt“
IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00
Karin Rohr, Walther-Rathenau-Str. 19 39167 Niederndodeleben

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1. Sonntag nach Weihnachten; Flucht der Familie Jesu vor dem „Kindermord von Bethlehem“

Gott, unser Retter, wir danken dir für rettende Gewissheit,
die du in Joseph geweckt hast,
als er begriff, dass er mit den Seinen fliehen musste,
sofort!

Wir danken dir aber auch dafür,
dass du in unseren Tagen nicht aufhörst
in Vätern und Müttern die unwiderstehliche Erkenntnis zu wecken,
wann sie um ihrer Kinder willen die Flucht ergreifen müssen
vor Tyrannen und ihren mörderischen Schergen.

Wir danken dir für die Orte der Zuflucht,
die Eltern und Kinder heute finden,
so wie einst Joseph und die Seinen in Ägypten.

Wir danken dir für die Unbekannten,
die ihnen damals gute Nachbarn waren,
und es heute wieder sind, so lange es nottut.

Für uns selbst bitten wir:
Lass ein helles Licht fallen
auf dieses vertraute Bild von der fliehenden „Heiligen Familie“,

damit wir gute Helferinnen und Fürsprecher sind
für die Familien, die in unserem Land,
in unserer Gemeinde Zuflucht suchen,

die heiligen Familien unserer Tage.

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Weihnachten: „Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“

Herr Gott, Heiliger Geist, stehe uns zur Seite

damit uns die Weihnachtsbotschaft vom „Frieden auf Erden“
nicht unzugänglich bleibt als frommes Wunschbild,
sondern sich verwandelt
in deinen Auftrag, deine Herausforderung an uns;

damit wir fähig und mutig werden,
als Menschen des Friedens zu handeln,
wie es dir gefällt,

damit wir uns auf den Friedensweg Jesu wagen,
auch wenn die Vernunft heute
den „gerechten Krieg“ fordert,

weil wir nicht anders können und sollen,
wenn wir deine Töchter und Söhne heißen wollen.

 

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Landesweite Weihnachtskollekte „Brot für die Welt“ (24.12.2015)

Gerechter Gott, verwandle unsere Kollekte für die Aktion „Brot für die Welt“
in Saatgut der Gerechtigkeit,
wie es dein Wille ist,

damit die Arbeit der Partnerinnen und Partner unserer Kirche
in den Armutsregionen der Welt dazu beiträgt,

dass Hungernde nicht notdürftig abgespeist werden,
sondern unter dem Schutz gerechter Ordnungen
ihre Äcker bestellen und ihre Ernten verkaufen können,

dass Frauen und Männer menschenwürdigen, satt machenden Lohn
für ihrer Hände Arbeit erhalten.

 

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Flüchtlinge: Mehr als eine Million Antragsteller im Jahr 2015 (13.12.2015)

Treuer Gott, du begleitest den Lebensweg der Völker
durch wirkungsmächtige Zeichen.

Hilf uns, das Zeichen dieser Tage
zu erkennen und zu begreifen:

dass 2015 tatsächlich mehr als eine Million Menschen
Zuflucht suchen in unserem Land.

Gib uns Ohren, die zuerst deine Stimme zu hören vermögen
jenseits der leidenschaftlichen politischen Auseinandersetzung:

deine Stimme, die uns ruft auf den Weg Jesu,
auf dem wir zu Nächsten werden können
für die Schutzsuchenden,

deine Stimme, die uns die Wahrheit sagt
über die tödliche Frucht von Kriegswaffenhandel
und lügenhaften Bündnissen,

deine Stimme, die uns anhält, das tägliche Brot
menschenwürdig zu teilen, solange es Zeit ist,

deine Stimme, die nicht müde wird,
uns vom Weg des Krieges zurückzurufen.

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Flüchtlinge: Antisemitische Prägung eines Teils der muslimischen Flüchtlinge (13. 12. 2015)

Gerechter Gott, du berufst uns zu Hüterinnen und Hütern unserer Nächsten
und legst uns Mitverantwortung auf
für das Wohl unserer Gemeinschaft.

Gib uns deshalb Empfindsamkeit
für die Ängste unserer jüdischen Landsleute,
die Grund haben,
den prägenden Antisemitismus
nicht weniger Flüchtlinge und Migranten zu fürchten.

Wecke unsere Bereitschaft,
allen alltäglichen Anfängen zu wehren,
nicht zu schweigen, nichts zu verharmlosen,

damit unser Land Heimat und Zuflucht sein kann
für alle, die darauf angewiesen sind.

 

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Flüchtlinge: Blockade für Nicht-Bürgerkriegsflüchtlinge auf der „Balkanroute“ (06.12.15)

Barmherziger Gott, du hörst die verzweifelten Schreie der Flüchtlinge,
die seit vielen Tagen am Beginn der „Balkanroute“ festgehalten werden,
auf freiem Feld,
weil sie nicht als Kriegsflüchtlinge gelten.

Ferne Nächste, gewaltsam daran gehindert, ihre Bitte um Schutz vorzutragen,
wie unser Gesetz es ihnen erlaubt,
als Bürger von Ländern, die nicht als sichere Herkunftsstaaten gelten.

Wecke in uns die Ehrlichkeit, die vor dir bestehen kann,
damit wir uns nicht über ferne Regierungen empören,
die in Wahrheit ausführen, worauf die EU
und unser eigenes Land drängen.

Bleibe an der Seite der willkürlich Abgewiesenen,
auch wenn sie unter großen Gefahren
an ihrem Ziel festhalten,
weil sie nicht anders können.

Bleibe auch an der Seite all derer,
die nach Kräften versuchen,
dem Recht wieder Geltung zu verschaffen
an Stelle hilfloser Willkür.

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1. Advent Eröffnung der 57. Jahresaktion „Brot für die Welt“: Satt sein ist nicht genug“

Gerechter Gott, niemand anderer als Jesus selber
macht uns mitverantwortlich für das tägliche Brot unserer Nächsten.

Um Anteil an seinem Geist bitten wir für uns,
damit er das Leitwort der neuen Jahresaktion „Brot für für Welt“
wirken lässt in unserem Glauben
und in unserer Vernunft,

damit wir begreifen,
warum irgendwie satt zu sein
nicht genug ist,

nicht für das Wohl unserer Mitmenschen
und nicht nach deinem Willen.

Segne die guten und mutigen Kämpfe
in vieler Herren Länder

um gerechte Löhne und Erlöse,
um Landreformen und Gewerkschaftsfreiheit,
um Frauenrechte,
um den Schutz einfacher Menschen
vor der Brutalität des Mammon.

Mache uns zu Werkzeugen deines Friedens,
damit unsere kleine Kraft dazu beiträgt,
dass Millionen befreit werden
aus der Abhängigkeit von unzuverlässigen Notspeisungen
auf Kriegsschauplätzen und in Flüchtlingslagern.

Wir danken dir für den Beitrag,
den die Partner unserer Aktion „Brot für die Welt“ und unserer Diakonie
in diesen Kämpfen jeden Tag erbringen,

viele unter Gefahren,
aber immer von neuem,
weil irgendwie satt zu sein
nicht genug ist.

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Sind wir im Krieg? (29.11.2015)

Barmherziger Gott, du lenkst unsere Füße auf den Weg des Friedens,
auf keinen sonst.

Deshalb bitten wir für die vielen einfachen Menschen in Syrien,
die in diesen Tagen ohne ihr Zutun

zu Opfern der Luftangriffe
zur Vergeltung für die terroristischen Massenmorde in Paris werden.

Lass die Überlebenden in ihrem Elend nicht allein.
Bewahre sie vor der Versuchung,
sich in verzweifeltem Hass dem Terror anzuschließen,

sei ihr Wegweiser, wenn sie imstande sind
ihr Heil in der Flucht zu suchen,

sie und alle, die an anderen Fronten
Opfer des Krieges in Syrien werden.

Sei Ratgeber und Kraftquelle für alle,
die den fanatischen Terrorismus des „Islamischen Staates“
zu überwinden versuchen
ohne die Bilder und Taten kriegerischer Vergeltung,

sondern durch unblutige, aber wirksame Beschneidung seiner Macht.

und mache uns zu ihren Helferinnen und Helfern,
im Gebet
und durch Bekundung unseres Bürgerwillens.

 

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Flüchtlinge: Klimawandel würde gewaltige Flüchtlingsströme auslösen (29.11.2015)

Du Gott, der die Wahrheit liebt,

mache unsere Vernunft und unser Gewissen empfänglich
für die Wahrheit, mit der die Fachwelt uns
anlässlich der Welt-Klimakonferenz konfrontiert:

dass ein hemmungsloser Klimawandel
hunderte von Millionen zu Flüchtlingen machen wird,
weil der steigende Meeresspiegel ihre Heimat verschlingt
und aus vielen anderen Gründen,
die längst bekannt sind.

Schenke uns den entschlossenen Glauben,
der in den bedrohten Küstenbewohnern,

z.B. im volkreichen Bangladesch,

unsere fernen Nächsten zu erkennen vermag,

damit wir noch rechtzeitig beitragen
zu einem Lebensstil der Gerechtigkeit und der Liebe,
der unvorstellbares Flüchtlingselend verhindert.

 

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