Fürbittengebet: Neonazis drängen Bürgermeister wegen geplanter Flüchtlingsunterbringung aus dem Amt

Dieser Text ist Bestandteil des wöchentlichen Fürbittendienstes zum Zeitgeschehen der Aktion „Brot für die Welt“ und des Eine Welt-Zentrums in Herne, NRW

Wir bitten für alle Frauen und Männer,
die sich – unbeachtet von der großen Öffentlichkeit –
in politischen Ämtern, Organisationen und Initiativen
für einen menschenwürdigen und vernünftigen Umgang
mir Flüchtlingen einsetzen:

stelle ihnen überall genug Bürgerinnen und Bürger zur Seite,
die die Zeichen der Zeit erkennen
und in Auseinandersetzungen vor Ort Farbe bekennen,

und zeige uns unseren Platz in dieser Gemeinschaft,

damit ein böswilliger, fremdenfeindlicher Geist
nicht die Oherhand gewinnen kann,

so dass die Klarsichtigen und Tüchtigen nicht entmutigt werden
und unsere Gemeinschaft nicht Schaden nimmt an ihrem Geist.

Wir bitten für unsere Landsleute,
die angesichts der Flüchtlinge
in ihrer Nachbarschaft
anfällig werden für eigene Ängste und böse Parolen,

dass sie sich richtig entscheiden
zwischen unwissender Feindseligkeit
und der Bereitschaft,
wirklich in die Gesichter der Flüchtlinge zu sehen
und ihre Geschichten zu hören.

Segne alle Vorhaben in unserer Kirche,
die ihnen dabei helfen wollen.

Über Harald Rohr

Ich bin Jahrgang 1940 und lebe als ev. Pfarrer i.R. in Niederndodeleben bei Magdeburg. Mehr über mich
Dieser Beitrag wurde unter Friedensverantwortung, Gebete zum Zeitgeschehen, Menschenrechte abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.